Samstag, der 14.

Hier in Lohmar im Kolner Speckgürtel, wohin es mich durch Lebensumstände verschlagen hat, werde ich häufig komisch angeguckt. Das mag an der Mütze mit Fortunaemblem liegen, zwar lila grau die Mütze, aber halt mit leuchtend rot weißem Fortuna F95 drauf. Oder am Fortunaschal. Manchmal werde ich komisch angeschaut, wenn ich frage, ob es Bier gebe, man mir Kölsch anbietet und ich eine Fanta bestelle, weil sie ja kein Bier haben. Oder ich bekomme seltsame Blicke, wenn ich im Bus sitze und vergesse, dass das auf meinem Hintergrundbild des mobilephone eine nackte Brust mit blauen Flecken prangt.
Heute, an diesem typischen Samstag der 14. habe ich aber mal schon früh morgens komisch zurückgeguckt. Der erste Bus fährt erst um halb acht, fuhr heute aber drei Minuten früher als vorgesehen und ohne mich. Und ja, auch wenn ich 50 bin und phlegmatisch im eigentlichen Sinne, ich bekomme meinen Fuß noch in Höhe des Fahrplans. Der Fußabdruck ist übrigens von mir, falls Ihr da mal vorbeikommt. Hatte ich also noch Zeit, Zigaretten aus dem Automaten zu holen, denn sowas wie Büdchen kennen sie hier nicht. Er erkennt meine Bankkarte, zieht den Zwanni beim ersten Mal ein, hat natürlich keine Gauloise, aber Luckies und schmeißt sogar das Restgeld korrekt und ohne Bitten in den Schacht. Nur die Schachtel, die fällt nicht.
Zum Glück war es dunkel, sonst hätte ich getötet mit Blicken. Der Fußabdruck ist übrigens von mir, falls Ihr da mal vorbeikommt.

So angry Chris

Land der toten Feuerwehrmänner und der Autofahrer

Wie man dem Titel entnehmen kann, geht es um Deutschland im Dezember 2019. Augsburg. Welch schreckliche Tat einer Horde von Merkels Gästen, die einen ehrbaren deutschen Feuerwehrmann auf einem Weihnachtsmarkt(!) brutal zu Tode geprügelt haben. Wenn man den AfD Leitmedien BILD und Welt, Focus und RTL.de glauben muss, und den Meinungen in den sogenannten sozialen Medien Aufmerksamkeit schenkt, war es genauso. Und weil es so war, hat die Augsburger Polizei in einer hervorragenden Kriminalarbeit von zwanzig Sonderermittlern die Mörder innerhalb von zwei Tagen ausgemacht und festgesetzt. Und die bayrische Staatsanwaltschaft tat, was zu tun ist, wenn solch schreckliche Verbrechen geschehen: Sie hat Haftbefehl für alle beteiligten jungen Männer unterschiedlicher Nationalität erlassen. Augsburg, ja ganz Bayern, ach Deutschland ist wieder sicher.
Ehrlich gesagt, ich habe mich da gar nicht mit beschäftigt, bei 732 Tötungsdelikten im Jahr (2018) müsste ich mich ja täglich mit zweien beschäftigen. Nur als dann die Pressekonferenz des Polizeipräsidenten live im Fernsehen lief, wurde ich stutzig.
Dem, was der Präsident gesagt hat, zu Folge, gab es eine verbale Auseinandersetzung des Opfers mit den Tätern, worauf das Opfer noch einmal kehrt machte, um die Dinge zu klären, die man als Deutscher nun mal zu klären hat, wenn man entsprechend den christlichen Bräuchen auf dem Weihnachtsmarkt genug eines in flüssiger Form gereichten Nervengiftes zu sich genommen hat. Passiert auf jeder Kirmes, auf jedem Schützenfest, im Oktoberfestzelt und beim Karneval bestimmt zehntausend mal im Jahr. Der von der Polizei ausgemachte „Haupt“täter schlug darauf hin einmal(!) auf das Opfer ein, welches daraufhin starb. Ich war nicht dabei, der Polizeipräsident hat das so gesagt.
Inzwischen sind also alle sechs Tatverdächtigen in Untersuchungshaft. Wegen Tötungsdelikten, bzw. Beihilfe dazu. Dank der großartigen Polizeiarbeit einer zwanzig köpfigen Ermittlertruppe. Oder weil der erste Tatverdächtige die Namen und Adressen der anderen fünf bereitwillig preisgegeben hat. Egal.
Ich hoffe, ihr konntet mir folgen. Es handelt sich also um eine (!) Körperverletzung mit Todesfolge (die Todesursache ist ja noch gar nicht geklärt), es sind jedoch sechs Männer in Untersuchungshaft. Fünf weil sie dabei standen, wie ein Mann einen anderen geschlagen hat. Laut Polizeipräsident einmal.
AfD wirkt.

Deutschland ist aber auch das Land des Autos. Das erkennt man ja schon daran, dass nur die fähigsten aller Politiker in Deutschland Verkehrsminister werden können. Nur die besten der Besten kommen dafür in Frage. Solche, denen es nichts ausmacht, dass alle nur „Andi“ statt „Andreas“ sagen. Solche, denen es nichts ausmacht, dass man mit seinem Nachnamen billigste Wortspiele mit „bescheuert“ machen kann. Solche, denen es nichts ausmacht, dass man mal eben 500 Millionen in den Sand gesetzt hat. Die dann noch die Chupze (ich wollte schon immer mal ein Wort schreiben, dass ich gar nicht richtig aussprechen kann) besitzen, der Hauptstadtpresse etwas von Pflichtbewusstsein und Amtseid zu erzählen, wo sie doch nur gekommen waren, um seinen Rücktritt medial zu begleiten.
Aber Andreas Scheuer hat ja auch unbesehen Erfolge zu verzeichnen. Gut bei der Bahn nicht, aber er ist ja auch Verkehrsminister im Autoland Deutschland. Und die Leitlinien, die die Kanzlerin vorgibt, werden von ihm gnadenlos erfolgreich umgesetzt. Sie forderte eine Millionen Elektroautos im Jahr 2020. Schon seit 2018 gibt eine Millionen Neuzulassungen pro Jahr. Gut, jetzt keine Elektroautos, sondern SUVs, aber mein Gott. Erfolg ist Erfolg.
In Siegburg kann man übrigens mit einem SU-V auch das richtige Kennzeichen fahren.
An der Donrather Grundschule, die von sechs Bussen zu Schulbeginn angefahren wird, kann man das ganze Elend jeden Morgen erleben. Wie in einer schlechten Milieustudie aus Kreuzberg. Ein SUV nach dem anderen hält auf dem Busparkplatz und ein jugendlicher Hipsterpapi entlädt sein einziges Kind. Danach gehören die zwei Tonnen ihm ganz alleine. Es ist so sinnlos, es ist so Klischee, aber es ist Wirklichkeit.
Wenn Deutschland das Land der Autos ist, muss es ja auch das Land der Autofahrer sein. Nein, definitiv nicht. A1, Sonntag abends, Tecklenburger Land im Nirgendwo. Kein LKW, normaler Pendler und Ostseerückreise Verkehr. Es kommt eine Baustelle, und die ist einspurig. Natürlich gibt es einen Stau vor der Baustelle. Müsste nicht sein, es gibt keine LKWs, jeder könnte frühzeitig langsamer werden, Abstand halten und Lücke fahren, aber geschenkt, das ist highskilling.
Danach aber acht Kilometer einspurige Fahrt. Ohne Ausfahrt, ohne Auffahrt, geradeaus, keine Steigung, keine Kurve, kein Gefälle. Geschwindigkeitsvorgabe 60 km/h. Acht Kilometer hintereinander her fahren. einfach nur dem Vordermann hinterher fahren, ohne Kurven, und, naja ich erwähnte es; dreimal stand die komplette Kolonne. DREIMAL. 3x. Auf acht Kilometern einspurig. Nein Deutschland ist kein Land der Autofahrer.
Jetzt mal angenommen, die AfD kommt endlich an die Macht und angenommen, die kleine AfD (CDU) hat vorher schon in trumpscher Manier die Militärausgaben so sehr erhöht, dass die Bundeswehr tatsächlich ganz viele Panzer und LKW hat, die tatsächlich fahren. Und dann überlegt sich die AfD, och, überfallen wir doch mal Polen, Russland oder meinetwegen Mazedonien, weil ach egal, und es macht sich eine riesige Kolonne von Panzern und LKW auf, für Deutschland, und an jedem Steuer sitzt ein deutscher Autofahrer, ja wann sollen die denn da ankommen???

Bahnfahren ist übrigens auch scheiße.

So long Chris

Sex und andere Ungereimtheiten

Am Bahnhof stehen ja meist Zeugen Jehovas. Und es gibt auch total hübsche Frauen, die jung in der Blüte ihres Lebens, am Bahnhof stehen und den Leuchtturm in der Hand halten. Wenn man sie anschaut, lächeln sie und wenn man so ein alter Sack ist wie ich, lächelt man sie halt an, damit auch mal eine junge, total hübsche Frau zurücklächelt. „Blasen?“ „Ja!“ Ich denke, sie meinte die Blasen an ihren Füßen, da diese Frauen ja immer in unbequemen Stöckelschuhen ihre Leuchttürme anbieten. Nun gut, ich bin halt auch ein alter Sack.
Seit ich einen Singlehaushalt führe, frage ich mich ständig wichtige Dinge, wie zum Beispiel: Kann man Rührei mit Käse überbacken? Was?

Es gibt Worte, die bedeuten genau das Gegenteil: umfahren und umfahren. Zum Beispiel. Also, ehrlich gesagt, ist das das einzige Beispiel, das ich kenne. Aber es gibt bestimmt noch andere.
Bei anderen Worten kommt es auf Nuancen an.
achten oder ächten oder achteln
süchtig, züchtig, züchtigen
Sprache ist schön, oder, Alta?

Hab letztens meine Mutter besucht. War mal wieder nötig. War ja auch unnötig, all die Jahre meine Eltern nicht zu besuchen. Es war wie immer, WDR4 dudelte, es gab zum Abendbrot sechs verschiedene Wurstsorten und drei verschiedene Käse, dazu Wasser, die Blümchenteller, im Kühlschrank wäre auch noch Leberwurst gewesen. Die Butter lag in der Butterdose. Diese Butterdose, die wir schon hatten, als ich ein Kind war. Aus der man die Butter kaum herausbekommt, aber natürlich darf man die Butter nicht von oben streichen. Diese Butterdose, die nicht die geringsten Zeichen eines Alterns vorweist. Wenn es eines Beweises bedurft hätte, wie Scheiße Plastik ist, diese Butterdose wäre das perfekte Item dafür. Wahrscheinlich schmilzt sie erst, wenn die Sonne zu einem Gasriesen geworden ist. Also, es war alles wie immer, so wie es sich gehört. Heimatlich, gemütlich, eine Reise in die Vergangenheit. Nichts hat sich geändert. Dann sagte meine Mutter: „Alexa, schalte das Radio aus!“

Was stimmt mit Menschen nicht, die ihre Sprachnachrichten abhören, indem sie das Mikro des Mobilephones ans Ohr halten? Frage für das Mädchen mit den riesigen und dicken Augengläsern und dem neuesten iPhone aus der S19.
Dahinter saß ein süßes Pärchen. Sie blond, mit einem hübschen Gesicht, einem bezaubernden Lächeln und einer Haltung, die einfach viel Coolness ausstrahlte, die nicht aufgesetzt oder arrogant erschien, sondern aus einer inneren Ruhe herausstrahlte. Dazu eine leuchtend rote Mütze. Er ein langer Schlacks mit Wuschelhaaren und trotz seiner Jugend schon mega erfolgreich. War auf der Messe in Hannover, hat total viele interessante Menschen kennengelernt, und ist auch so busy und morgen hier und übermorgen da. All das sprach er als Sprachnachricht in sein hippes Mobilephone, und als er noch erwähnte, dass er Freitag einen Tag frei hätte, da er noch socializen müsse, lächelte sie ihn an; zwar nicht mehr ganz so bezaubernd, eher leicht spöttisch, aber immer noch süß. Die beiden passten zusammen, nicht nur optisch, sie trugen auch die gleichen Nike Schuhe, auch diese Vertrautheit zwischen Ihnen, die so fast ohne Worte trotzdem merklich spürbar war. Als sie niesen musste, lächelte er sie an, wünschte Gesundheit, was sie mit einem Lächeln dankend annahm. In Siegburg stieg sie dann über seine langen ausgestreckten Beine und aus. Er blieb sitzen. Wortlos. Ohne ihr nachzuschauen. Tja, sie hatten zwar die gleichen Schuhe an, und eventuell hätten sie auch zusammen gepasst, aber wer sich nicht kennt, sitzt halt nur zufällig in der Bahn nebeneinander.

Das mit dem Sex im Titel war clickbaiting. Sry dafür. Aber ich wollte mal über Oralsex bloggen. Schreibe ich dann auch in den Titel. Hoffentlich glaubt mir das dann noch jemand.
Leider habe ich keine Welpenvideos.

So long Chris

PS. Das mit der ZJ Tante war natürlich gelogen. Die tragen gar keine hohen Schuhe. Hat trotzdem „Ja“ gesagt.

Klima Wandel leugnen. Eine eher semi gute Idee.

Vor zehn Jahren war ich ein Klimaskeptiker. Kein Klimaleugner, weil mir schon klar war, dass da irgendetwas dran sein musste, aber die Alarmismus war mir suspekt und ich war auf dem Kriegspfad gegen die Grünen und daher konnte ich schlecht ihre Argumente gut heißen. Also eher so ein Dieter Nuhr, keine Luisa Neubauer. Also „informierte“ ich mich. Und es gab viele gute Gründe, skeptisch zu sein. Es gab schon immer Klimawandel, es war schon mal kälter, heißer. Statistik, Zufall, Wetter, und wo stehen die Wetterstationen? Verstädterung, zu wenig Wald, 0,000000000014% CO2 in der Luft, Grönland heißt ja nicht umsonst „Grünland“, die Sahara war auch mal grün, 2 Grad mehr ist besser als 2 Grad weniger, es werden immer nur die Wärmerekorde gemeldet, aber nie, wenn´s mal kälter ist. Und die Regierung tut ja was, die vielen Windräder und die Photovoltaik, und der technische Fortschritt. Und überhaupt, wenn´s wärmer wird, verdunstet mehr Wasser, ergo gibt´s mehr Wolken, also wird´s wieder kühler. Hat das schon mal jemand eruiert??? Dem Eis in der Antarktis ist es egal, ob es -30° ist oder -28°. Als mir mein Kollege vom Klima Kippmoment erzählte, wenn der gefrorene Boden Sibiriens in ca. 50 Jahren auftaut und dort Milliarden Tonnen Methan freigesetzt werden, beruhigte ich mich mit der Tatsache, dass man im 19. Jahrhundert in Sibirien den ersten vollständigen Säbelzahntiger aus der Erde holte. Muss ja wohl damals auch aufgetaut gewesen sein, dieser Tundraboden.

Die letzten Monate habe ich oft darüber nachgedacht, wie mir das passieren konnte. Wo ich doch sonst immer sehr rational denke, Verschwörungstheorien verlache und nicht so leicht falsch beeinflussbar bin. Ich denke, es liegt daran, dass ich ein Kind der 80er in Deutschland bin. Die wahrscheinlich glücklichste Generation aller Zeiten. Ich kenne weder Krieg noch irgendeine wirkliche Katastrophe. Gut, manchmal steht Hochwasser in Köln, aber das ist nicht schlimm. Mal kommt ein Sturm, der ein paar Bäume umwirft oder Dächer abdeckt. Aber mir persönlich ist noch nie etwas passiert. Und dabei gab es so viele Katastrophenszenarien. Die ständige Bedrohung durch den Atomkrieg? Hat nicht stattgefunden. Der Tod des Waldes durch sauren Regen? Ausgefallen. Der massenhafte Tod durch Hautkrebs wegen des Ozonlochs? Nö. Es gab so viele Bedrohungsszenarien. Aber nichts kam so schlimm, wie vorhergesagt, nichts hat mich betroffen. Selbst solche Horrorszenarien wie blühende Landschaften im Osten blieben Szenarien. Der Fall der Mauer, mir persönlich egal, die Erfindung des Internets, habe ich mitgemacht, der islamistische Terror findet nur im Fernsehen statt. Warum sollte das mit dem Klimawandel anders sein? In der Schule schon lernten wir, der Meeresspiegel werde bis 2100 wegen eines Klimawandels um 90 Meter steigen. Wird er nicht. Man brachte uns auch bei, dass ab 2020 kein Öl mehr verfügbar sei. Merkt Ihr was? Es gibt einfach keinen Grund, warum ich dem Alarmismus bezüglich des Klimawandels Glauben schenken sollte.

Warum bin ich jetzt ein Klimahysteriker? Nun, ganz einfach: Die Fakten sprechen dafür, dass eine Hysterie unbedingt notwendig ist.
Es gab schon immer Klimawandel, aber noch nie eine Temperaturänderung in so kurzer Zeit. Es war schon mal kälter, ja, heißer auch, aber da lebten noch keine Säugetiere. Die Statistik zeigt eindeutig, dass dieser Klimawandel bereits erfolgt, ein Zufall kann bei der Häufung von wärmsten Jahren ausgeschlossen werden. Das Wetter passt sich genau den vorhergesagten Szenarien an, statistisch. Irgendwo stehen die Wetterstationen, aber die mittlere Temperatur über die Erdoberfläche wird über Satelliten erfasst. Die Verstädterung hat nichts mit dem Klimawandel zu tun, nur in Städten ist es halt besonders scheiße bei 40°.
Zu wenig Wald ja, aber der Einfluss auf die Temperatur ist nur gering. 0,000000000014% CO2 in der Luft, ja, es sind nur 405ppm, also nur 405 Moleküle pro einer Million, aber 1960 waren es nur 310ppm. Und ja, es geht hier nicht um einen direkten Einfluss, den man sofort bemerkt, sondern um einen kontinuierlichen Treibhauseffekt. Grönland heißt ja nicht umsonst „Grünland“, die Sahara war auch mal grün, und einige Gebiete in Sibirien waren im 19. Jahrhundert aufgetaut. Aber hierbei handelte es sich immer um begrenzte Temperaturschwankungen. Der Anstieg der Temperatur erfolgt derzeit aber über die gesamte Erdkugel. 2 Grad mehr ist besser als 2 Grad weniger, das gilt für Westeuropa, aber in Afrika zum Beispiel sieht man das anders. Es werden immer nur die Wärmerekorde gemeldet, aber nie, wenn´s mal kälter ist. Stimmt. Ist aber irrelevant. Und die Regierung tut nichts, Windräder dürfen sogar laut dem neuen „Klima“-Paket der Bundesregierung nicht mehr in der Nähe von Häusern gebaut werden, die Genehmigungsverfahren sind inzwischen zu einem echten Problem geworden. Und die deutsche Photovoltaik Industrie, die hat die Schwarz Gelbe Regierung zwischen 2009 und 2013 mitsamt den 200.000 Arbeitsplätzen willfährig vernichtet. Der technische Fortschritt hilft nur bedingt, wenn man nicht alle Konzentration darauf verwendet, die Verbrennung von fossilen Brennstoffen zu ersetzen. Und ja, die Klimamodelle von Hunderten wissenschaftlichen Arbeitsgruppen auf der ganzen Welt haben auch an mehr Wolken gedacht. Das Eis in der Antarktis bricht ab, weil das Wasser ständig dagegen schlappt, und immer wärmer wird. (Der aktuelle Bruch hat damit aber nix zu tun, das passiert halt manchmal) Die Gletscher in Grönland rutschen ins Meer, auch wenn es unter 0° Grad ist. Und der gefrorene Boden Sibiriens beginnt bereits jetzt aufzutauen. Methan wurde in diesem Sommer, unbemerkt von der großen Öffentlichkeit, bereits freigesetzt. Natürlich nicht alles, aber die Wahrscheinlichkeit, dass es auch im nächsten Sommer dort taut und brennt, ist halt größer als vor noch zehn Jahren. Und das nicht nur in Sibirien, sondern zeitgleich auch in Kanada. Wer ein richtiger Klimahysteriker ist, der sieht den Kippmoment schon erreicht. Während unsere Umweltministerin lächelnd erzählt, dass Deutschland ja 2050 klimaneutral sein will, also weiter fossile Brennstoffe verbrennen wird, aber irgendwo in Australien dafür ein Baum gepflanzt wird. Es gibt keinen Grund, nicht hysterisch zu sein.

So long Chris

Große Sache

Ich bin da einer großen Sache auf der Spur. Also wirklich groß. Sprachgeschichtlich könnte ich einen Durchbruch erzielt haben, der diese Wissenschaft auf ein ganz anderes Niveau hebt. Und Ihr erfahrt es als erstes. So bin ich.

Also, ist Euch schon mal aufgefallen, dass Tiere, vor denen Menschen früher Angst hatten, alle sehr kurz sind?

Bär

Wolf

Luchs

Ich übersetze das gerade in 182 Sprachen und werde wahrscheinlich auf ähnliche Ergebnisse stoßen. Und damit kann man beweisen, dass die Linguistik, anders als von Goethe propagiert, in unmittelbarer Verbindung zur Evolution steht.

Als Beweis dienen mir nicht nur die Shou Shou Indianer, bei denen Bär Tankawankabudelldidum heißt, weswegen die Shou Shou Indianer auch schon vor der Karl May Zeit ausgestorben waren, oder kannte die einer von Euch, nein? ja, eben, sondern auch, dass possierliche Tierchen immer einen langen Namen haben. Also geht von Tieren mit langen Namen keinerlei Gefahr aus:

Eichhörnchen

Feuersalamander

Säbelzahnti

Ach, auch egal, Linguistik ist voll langweilig. Mal was anderes. Da mein Auto gerade in der Werkstatt stehen sollte, aber auch sonst gerade nicht fährt, habe ich noch mal meinen COtiefgestellte2 Bilanz neu ausgerechnet und dank Finanzamt und Hobbithöhle bin ich auf 50% des Durchschnitts der Deutschen. Nehmt das Ihr Ungläubigen, bratet in der Hölle. Ich bin reinen Gewissens.

So long Chris

Hobbithöhle und Ratte

Hat man eine kleine Wohnung, so hat man auch einen kleinen Tisch. Kleine Tische haben Nachteile. Spätestens nach dem dritten Essen muss man abräumen. Fünf Leute kann man gar nicht einladen. Nutzt man die Maus, muss das Laptop ganz links am Rand stehen, also sitzt man auch blöd an der Ecke.
Kleine Tische haben aber auch Vorteile. Man kann die Ratte darüber legen und alle vier Gliedmaßen an die stabilen Tischfüße binden. Gerade in meinem Alter ist es ganz praktisch, wenn man sich nicht bücken muss, wenn man eine Frau schlagen möchte. Rücken und so.
„Ratte“ heißt sie, weil das der Begriff ist, der am allerwenigstens auf sie zutrifft. Sie hat kein Fell und normale Schneidezähne. Einen Schwanz habe ich auch noch nicht gefunden und ich denke, ich habe alles abgesucht.
Nicht dass wir uns falsch verstehen, ich mag Ratten. Also ich habe nichts gegen sie. Ich hab auch nichts gegen die allerbeste Frau. Aber ein Spitzname darf nicht das ausdrücken, was man ausdrücken möchte, sondern das Gegenteil. Isso. Also nehmen wir mal den typischen Charakter einer Walt Disney Ratte, so ist meine Ratte genau das Gegenteil.
Böse – Lieb
Hinterhältig – Ehrlichkeit in Person
Gemein – Nur zu sich selbst
Frech – Nicht frech
Unverschämt – Freundlich selbst zum schlimmsten Menschen
Gauner – Rechtschaffen und gesetzestreu bis zum Erbrechen (29 in der 30er Zone)
Mit einem Schlag zu töten – Mit einem Schlag noch lange nicht zufrieden

Manchmal vergisst man ja, welch großes Glück man hat, obwohl es einem eigentlich gar nicht mehr zustände. Dann tut es gut, sich viele Dinge wieder in Erinnerung zu rufen und selbst nach zwei Jahren fühle ich das dann noch im Bauch. Und wenn sie bei mir ist, auch in meinen Händen.

Ratte hat auch Hunde. Und warum auch immer, sie lieben mich. Zumindest die Hälfte. Die jüngere Hälfte. Ich hatte schon einige Hunde, die mich liebten oder lieben, die mit gehorchen, die mich akzeptierten. Aber niemals begrüßte mich einer indem er ein Meter fünfzig an mir hochspringt. Mit ganzer Schraube. Mit 25cm Schultermaß. 25 Mal.

Auch wenn ich in einer kleinen, leeren, einsamen und kalten (schönen Gruß an alle „unter´m Dach“) Hobbithöhle sitze, verlassen und völlig zu recht ohne Geld, so bin ich doch glücklich und zufrieden. Ich mag mein Leben. Rockt Eures auch. Nur die beste Frau, die hab schon ich.

So long Chris

Steuerstrafverfahren im Wald

Sitzt ein Typ mit grünen Haaren in der Bahn. Ich so: „Hey Rezo, warste beim Friseur?“
Es ist wieder gamescom und die Freaks kommen aus ihren Kellerwohnungen im elterlichen Reihenhaus und bevölkern die Stadt mit dem größten Wirgefühl auf diesem Planeten. Naja, das erzählen die uns in den Karnevalslieder halt so. In Wirklichkeit ist das auch eine Großstadt, in der niemand den anderen kennt. Aber die trotzdem Freaks anzieht. Immer. Zur gamescom halt noch ein bisschen mehr.
Uninteressant. Scheiß K*ln

Ich denke, nichts beschreibt meine derzeitige Lage besser, als die Beschreibung der jetzigen Lage. Es ist Donnerstag Abend, Viertel vor Zwölf. Ich sitze auf einem zusammengefallenen Gartenstuhl, den ich gerade vom Sperrmüll geholt habe, mitten im Wald an der Agger und tippe diese Zeilen auf meinem Laptop, während es (das Laptop) das Handy auflädt, mit dessen (des Handys) Taschenlampe ich den restlichen Weg aus dem Wald heraus ausleuchten muss. ich kenne den Weg nicht, musste ihn aber gehen, weil die Aggerbrücke, die ich sonst immer nutze, gesperrt ist, weil irgendein Statikheini nicht sicher ist, ob sie noch hält. Gerade bin ich eine Böschung herabgerutscht, meine Hose dürfte ziemlich dreckig sein, kann ich aber nicht sehen, weil ich erstens hinten keine Augen habe und zweitens kein Licht. Drittens sitze ich ja. Das beste gerade ist, dass ich einen Stuhl mit genommen habe und hier sitzen kann und das allerbeste ist, dass es nicht regnet. Und das Laptop hat noch zwei Stunden Akku, bis dahin sollte dieser Eintrag fertig sein, und das Handy soweit Akku haben, dass ich den Weg bis zur nächsten Aggerbrücke mit Taschenlampe gehen kann. Natürlich hätte ich auch die vorherige Aggerbrücke mit Laternen und asphaltiertem Fußweg neben der vierspurigen Fahrbahn nehmen können, aber erstens wäre das ein Umweg gewesen, zweitens gehe ich nie zurück und drittens dachte ich, es wäre eine gute Idee, mal den Weg durch den Wald auszuprobieren. Viertens scheine ich heute total auf Aufzählungen zu stehen. Ich weiß jetzt nicht, ob das sprachlich so wirklich gut rüberkommt. Jedenfalls werde ich, nachdem ich diesen Eintrag gleich abgeschickt habe, noch mindestens 25 Minuten brauchen, bis ich in meine leere, stille, dunkle, kleine und etwas feuchte, dafür unschlagbar günstige Wohnung komme. Und dort werde ich etwas essen und League Of Legends spielen, ein Spiel, was ich so schlecht spiele, dass ich letzte Woche Eisen 4 mit 0 Elo war.
Also liebe Kinder, wenn ihr das lest und nicht in diese oder ähnliche Situationen kommen wollt, dann geht nicht mit 8% Akku durch nen dunklen Wald, wenn der Mond nicht scheint, bezahlt pünktlich und korrekt Eure Steuern, meldet Autos an, die auch einen gültigen TÜV haben und heiratet keine Frau, die Euch verlässt, wenn´s scheiße läuft.
Wenn ihr aber mal an so einem herrlichen Sommerabend am Ufer der Agger sitzen wollt, und Euch wundern wollt, warum hier keine Mücken sind, den Bach plätschern hören wollt, die tolle Luft, die Stille, die Ruhe, den Frieden mit allen Sinnen genießen wollt, dann macht trotzdem keinen Scheiß und setzt Euch einfach an die Agger. Macht ja sonst keiner. Kann ich euch sagen, ich bin ja hier.

So long Chris

PS: Mein Hotspot heißt übrigens: FortunaistdergeilsteClubderWelt