Wahlkampf

Am Sonntag habe ich mir das „Triell“ komplett gegeben, obwohl es genauso spannend war, wie die Achatschnecke im Terrarium. Wenn sie schläft. Als dann die Schnellumfragen im Anschluss noch bekanntgaben, dass die Mehrheit der Zuschauenden nicht bei Frau Baerbock die meiste Kompetenz sah, wusste ich, dass eh alles egal ist.

Am Montag dann schaute ich die Runde der „Kleinen“, bis Herr Lindner und Herr Dobrindt mich so wütend machten, dass ich verzweifelt und meckernd den Fernseher ausmachte. Es gab da dieses „Spiel“, wo die Politiker zu Fragen nur den Daumen rauf oder runter machen durften.

Frage: „Soll die Politik weiterhin alles dafür tun, dass Deutschland die Pariser Klimaziele einhält?“

Lindner und Dobrindt so:

Klar, Klimaschutz, soooo wichtig.

Frage: „Sollen Verbrennermotoren ab 2030 verboten werden?“

Lindner und Dobrindt so:

Neneneneneneeeeeeee, verbieten tun wir aber ja mal garnüscht!!!!1!21!!!elf!

JA MEIN GOTT, DAFÜR REICHT MATHE DRITTES SCHULJAHR. Wie kann man so verlogen sein? Oder so dermaßen inkompetent? Warum? Warum???

So frust Chris

Die Bank

Irgendwann ist der Moment einfach da, an dem man weiß, mit wem man im Alter auf der Bank vorm Haus sitzen wird.

Lange Jahre war das eine Option, etwas worauf man hinarbeiten müsste, ein weit entferntes Ziel mit ungewissem Ausgang.

Gestern sah ich eine Bank vor einem Haus, und ich wusste, mit wem ich sie teilen werde. Keine Zweifel, nur eine tiefe Gewissheit. Ein zutiefst befriedigender Gedanke.

So long Chris

Freckle of the day 13

„Natürlich gibt es auch Frauen mit Sommersprossen auf dem Hintern,“ sagt die beste Frau, die gerade hier ist. Also durchforste ich das gesamte Internet, wage mich in Untiefen vor, die mein Avast durchdrehen lässt. Nix. Gar nix. Hier der Beweis:

So long Chris

Gute Nacht Geschichte für eine Fliege

Hallo Du kleine Fliege, mit dem unglaublich lauten und nervigen Summton, ich habe jetzt das Licht ausgemacht und möchte schlafen, flieg jetzt einfach an die Decke und häng Dich auch schlafen, also ich mag das gar nicht, wenn man mir ins Ohr fliegt, flieg einfach weg und gib Ruhe, ja, natürlich kannst Du mir ins Auge fliegen, aber finde ich halt nur so mittel, weißt Du, ich mach gleich das Licht an und dann sprechen wir noch mal ein ernstes, verdammt, jetzt habe ich mir auf die Nase gehauen, gut, das Licht ist jetzt an, jetzt kannst Du sehen, wohin Du fliegst, such Dir eine schöne Stelle zum schlafen und wir vertragen uns wieder, ist schon ok, flieg einfach woanders hin, nein, doch nicht auf meinen Bauch, der inzwischen einen super Sound hat, wenn ich aus lauter Vergnügtheit darauf herumtrommele, so wie jetzt, ach, da biste platt, ich schnips Dich noch schnell nebens Bett, mache das Licht aus und schlafe. Gute Nacht, kleine Fliege.

So long Chris

Na, wer hat´s gesagt?

„Der Glaube an Gott ist prägend für mein Verständnis der Welt“, sagte ??? einmal, „wenn man daran glaubt, dass es nach dem Tod irgendwie weitergeht, macht man auch Politik anders als zum Beispiel ein Kommunist, der bis zum Lebensende dringend mit allen Mitteln das Paradies auf Erden schaffen will.“

Nicht läuern. Nicht wählen. Es sei denn, Euch ist hier auch alles egal.

So long Chris

Wahrheiten

A bad driver never misses his turn.

Als ik een fiets koop, ben ik sneller dan jij. Ja!

Mit Genderstudies kriege ich keine Stadt neu aufgebaut.

Sonne hat sie gesagt.

So long Chris

Wolfsburg und anderer Irrsinn

Fortuna hat gestern noch schnell ein Testspiel in Wolfsburg gemacht. Einen Tag vor dem Spiel gegen Bremen. Es waren Zuschauer zugelassen, sogar Gästefans und der Käfig war so schnell ausverkauft, dass ich dafür keine Karten mehr bekommen habe. Also musste ich auf der Haupttribüne das Spiel verfolgen. Ich hatte aber noch so viel andere Termine, dass ich ständig raus und rein lief. Vom Spiel habe ich nicht viel mitbekommen, nur, dass Fortuna 0:2 verloren hat. Und in der 80. Minute haut ein Wolfsburger dem Hennings den Ellenbogen ins Gesicht. Der Schiri pfeift aber nicht und sagt: „Wenn Du nicht fällst, dann pfeife ich nicht.“ (In Wolfsburg kannste jedes Wort vom Platz hören, denn die Wolfsburger sind leiser als Fortuna Köln). Daraufhin fällt Rouwen um, der Schiedsrichter pfeift Foul und alle anderen Fortuna fallen mit um und der Schiri pfeift noch zehn Mal Foul. Ich musste dann aber auch los, meinen Sohn abholen und fuhr also auf der riesigen fünfspurigen Straße (die in Wirklichkeit nur vier Spuren hat und nach dem Spiel zu endlosen Staus führt, weil da einfach nichts geregelt wird) aus der Stadt raus, wobei vier Spuren zum Stadion hin freigegeben waren und nur eine vom Stadion weg, was nicht viel Sinn ergibt, aber wer fragt sich nach Sinn, wenn er gerade in Wolfsburg ist. Die ganze Stadt ergibt keinen Sinn. Die Straße war leer, nur ein Mercedes kam mir entgegen und dann ist da dieser Knick auf der Straße und der Mercedes verlor die Kontrolle und raste auf meiner Spur auf mich zu. Da bin ich aufgewacht und dachte, nee, einen Frontalcrash musste selbst im Traum nicht haben. Schon gar nicht in Wolfsburg.

Grinselaschet fährt gerade nach Warschau, um an den Gedenkveranstaltungen zum Warschauer Ghetto teilzunehmen. Lasst uns alle die Daumen drücken, dass ihm nicht gerade ein witziger Judenwitz einfällt.

Laschet hat in seinem Buch von 2009 abgeschrieben. OMG, was für arme Würstchen müssen diese Plagiatsjäger sein. Kriegen selber nichts auf die Reihe, aber lassen Computer nach gleichen Sätzen in Büchern suchen. How boring. Aber im Prinzip ist das gut für Laschet, dann kann er über sein Buch reden und sich entschuldigen und muss nichts zu politischen Inhalten sagen. Denn wenn er da was zu sagt, wird´s schlimm: „Wegen einem solchen Tag (die Flutkatastrophe mit fast 200 Toten) ändert man nicht die Politik.“ Das lasse ich mal so stehen.

So long Chris

Rouwen Hennings Fußballgott

An manchen Tagen ist man sehr froh, Fortuna Fan zu sein. Ich frag mich nur, warum ich so dermaßen nervös war. Mit 52, am ersten Spieltag.

Erkenntnis 1: Rouwen Hennings ist der Fußballgott.

Erkenntnis 2: Auch wenn keine Gästefans zugelassen sind, sind Fortuna Fans auswärts lauter als die Heimfans, die aber auch immer leiser sind als Fortuna Köln.

Ich danke Mama und Papa, dass ich kein Schalker bin.

So rotweiss Chris

Ein Preußer in Düsseldorf

Da bisher kein Qualitätsmedium dieses doch naheliegende Wortspiel gebracht hat, muss ich wieder einspringen. Für alle Follower, die sich nicht für Fußball interessieren, also für alle außer dem Hardcore RWE Fan: Christoph Preußer ist der neue Trainer des Fußballvereins Fortuna Düsseldorf, der in der zweiten deutschen Liga spielt. Genau, da wo auch der HSV, Schalke, Werder, Nürnberg, Hannover, Dresden, Rostock, Karlsruhe, Kiel und Sandhausen spielen.

Freitag freute ich mich wie seit 1985 nicht mehr über einen HSV Sieg. 1985 gewann der HSV den Europapokal der Landesmeister. Gestern siegte der HSV gegen die Schalker. Jeder Sieg über Schalke ist ein guter Sieg.

Jetzt ist die erste Halbzeit mit Preußer als Trainer durch und im Prinzip hat sich nichts geändert. Sandhausen ist zu Hause immer noch Sandhausen, da gibt´s nichts zu holen außer blauen Flecken und Gehirnerschütterungen, dieselben Spieler wie letztes Jahr spielen dasselbe System wie letztes Jahr mit denselben Unzulänglichkeiten. Fortuna muss man einfach lieben.

So long Chris

BInnenI

Wusstet Ihr eigentlich, dass das berühmte BInnenI aus reiner Faulheit entstand und nicht, weil sich eine Genderstudyprofessorentussi (so gendert man das doch korrekt, oder? ODER???) das wissenschaftlich erarbeitet hätte?

Herr Christoph Busch, vielen bekannt als Filmschaffender und Author musste einen langen Text tippen, auf Schreibmaschine, und ihm war es als Linker natürlich schon wichtig, „Hörerinnen und Hörer“ anzusprechen und als sprachlich begabter Mensch, erkannte er, dass das generische Maskulin im Deutschen just zur Jahrtausendwende nicht mehr ausreichte, um auch weibliche oder sexuell unbestimmt Menschen (ach nee, das wusste er nicht, das kam je erst ein paar Jahre später) anzusprechen. Aber „Hörerinnen und Hörer“ mehrmals auf einer Schreibmaschine zu tippen, das fand er jetzt auch doof. Also kürzte er mit „HörerInnen“ ab in der Annahme, die Setzer würden das schon kapieren und korrigieren. Stattdessen ließen die Setzer das so, weil sie dachten, irgendeine Genderstudyprofessorentussi hätte das so wissenschaftlich erarbeitet und man täte das dann auch so. Und schwups, kopierten die taz und andere das und so wurde es allgemeiner Schriftgebrauch links von SPD.

Christoph Busch ist indes ein wirklicher Lebenskünstler, angenehm und seltsam uneitel, seine erlebten Geschichten auf wdr5 unbedingt hörenswert:

Erlebte Geschichten mit Christoph Busch auf wdr5

So long Chris