Body? Positiv!

Es ist Sommer und ich renne zu Hause meist oberkörperfrei rum, ich mach fast täglich mehrere Dutzend Liegestütze und im Flur hängt ein mannshoher Spiegel. Diese unselige Kombination führt dazu, dass ich mit nun 52 Jahren (gelegentlich) wie ein frühpubertierender Dreizehnjähriger vor dem Spiegel pose. Das ist peinlich, aber führte dazu, dass ich letztens ausrief:

„Beste aller Frauen, komm schnell, hier hat sich irgendsoein Quermuskel gebildet, der vorher nicht da war, kohoooooom schnell, ich kann das nicht mehr lange so halten, ok, bleib wo Du bist, musste mir halt so glauben.“

So long Chris

Bodypositivity

Hab letztens meinen Kollegen mitgenommen. Mein Kollege ist schon sehr speziell, zum Beispiel fährt er nie Auto, erzählt aber, dass er früher einen Corsa hatte und einen Fiesta. Aber anscheinend ist ihm wohl mal der Führerschein abhanden gekommen, hintern Schrank gefallen, beim Umzug vergessen oder auf den Tresen der Polizeistation gelegt und liegengelassen. Man weiß es nicht. Aber wenn er einsteigt in ein Auto, egal welches, ist er der Bestimmer der Radios. Und er hört WDR2. Die mit der belanglosen Musik, den nur angerissenen Nachrichten und den vielen Hörerumfragen zu allen uninteressanten Themen: „Es soll ja wieder heiß werden, was haben Sie denn da vorbereitet?“ „Isch hab me en Planschbecken gekauft, da tu ich die Füße drin baden.“ KEINE ZWANGSGEBÜHREN FÜR HÖRERUMFRAGEN!!!

Also letztens hörten wir wieder WDR2 und es kam ein Bericht über eine Tagung zu Bodypositivity in Österreich. Ja, wirklich, fragt mich nicht warum, ich fragte jedenfalls höflichst:

„Kollege, können wir mein Radio in meinem Auto umschalten, das muss ja nun wirklich nicht sein!?!?!?!?!?“
„Nee! Wat´n?“ (Er ist speziell, sicher.)
„Da kommt jetzt ein Bericht über eine Tagung zu Bodypositivity in Österreich, das muss ich wirklich nicht hören.“
„Wat´n dat?“

Er ist ein Kind des Ruhrpotts und alles was man nicht auf den Grill schmeißen kann oder eine gelbe Flüssigkeit beinhaltet, ist ihm suspekt. Und kennt er nicht.

„Bodypositivity ist, wenn man fett und hässlich ist, sich aber trotzdem geil findet.“
„Also so wie wir! Lass hören.“

So long Chris

Keine Zwangsgebühren für Claudia Neumann

Es ist EM. Kriegt niemand mit, die Deutschlandfähnchen liegen im Keller, Autos fahren ungeschmückt durch die Gegend. Aber ich mag Fußball, egal ob das kleine Kinder spielen, überbezahlte Jungs aus aller Welt, die Dorfgemeinschaft mit dem dicken Verteidiger oder halt Frauen. Und deswegen verpasse ich kaum ein Spiel. Und bin erstaunlich ruhig, auch wenn Isländerinnen ausscheiden, die rothaarigste Dänin den Deutschen ein Tor schenkt, ich mache einfach den Ton aus, wenn jemand mit einer höchstunangenehmen Stimme ein Spiel kommentiert oder wenn der grottigste Kick ständig als toller Sport deklariert wird. Frauenfußballerinner darf man irgendwie nicht kritisieren habe ich das Gefühl.

Ich bin wirklich ruhig, die Spiele sind meist spät und wenn ich dann laut werde, wecke ich die Nachbarn, sagt die beste aller Frauen, und wenn ich meckere wird das Wohlfühlklima in unserem Haushalt empfindlich gestört, deswegen reiße ich mich zusammen. Und ich mag ja auch Fußball und eigentlich schaue ich auch gerne, und bin froh, dass ARDundZDF uns teilhaben lassen am Geschehen. 18,36€ im Monat, geschenkt.

2019 zur WM (ja, diese WM ohne Fähnchen und Rudelgucken, waren ja nur die Frauen) habe ich noch auf twitter gepostet und da gab es einen heißen Kampf, ob man jetzt schreiben dürfe, dass Claudia Neumann ein Fußballspiel im Fernsehen kommentieren soll, müsse, dürfe oder gar könne. Und nein, kann sie nicht. Fein, für ihre Stimme kann sie nix, aber ich habe auch nicht versucht, meine Familie als Countrysänger durchzubringen. Und wenn man 2019 noch ihre überkomplexe Sprache kritisieren musste, Wortschlangen, die keinen Sinn ergaben, aber sich irgendwie auch scheiße dumm anhörten, so hat man anscheinend mit ihr gearbeitet. Das ist 2022 kein Thema mehr. Dass sie, auch wenn es ihr Hauptberuf ist, für den man eigentlich brennen müsste, als Frontfrau des Zweiten Deutschen Fernsehens nicht einmal die Viertelfinalpaarung nicht in jeder Faser ihres Körpers trägt und sie dann von Niederlande gegen Belgien fabuliert und ihr dann zugeflüstert werden muss, dass ja eigentlich die Schweden gegen Belgien spielen, geschenkt. Weder professionell noch passioniert, aber geschenkt. Aber die Frau hat halt leider keine Ahnung von Fußball, sie kann kein Spiel lesen. Sie lässt sich von einzelnen Aktionen, vom Publikum, von der Erwartungshaltung steuern. Sie kann keinen Zweikampf richtig deuten, erkennt nicht die Dynamik einzelner Spielzüge und sie sieht Körpertäuschungen, wo gar keine sind. All das macht noch keine schlechte Fußballkommentatorin aus, auch wenn´s scheiße ist, dann ignoriert man das halt, aber schreibt keinen Blogeintrag. Aber wenn die von mir bezahlte Frau nicht einmal die Fußballregeln beherrscht, sie das eindeutige Foul der Engländerin nicht erkennen konnte, wollte, durfte (Erwartungshaltung), dann kann ich mich nur schwer beherrschen. Ist mir gelungen (die Nachbarn), aber war halt auch nur semi für meine Gesundheit (das Herz).

Ich fordere daher vom Bundeskanzler, dass die Zwangsgebühren des ÖRR um das Gehalt von Claudia Neumann gekürzt werden. Ich habe mal kurz nachgerechnet und werden daher ab August 2022 nur noch 18,3599998€ monatlich zahlen.

So long Chris

Aufregen

Wie schrieb ich vor wenigen Tagen? Aufregen, brauche ich nicht. Alles tuppi und was ich nicht weiß, bringt mich nicht zum bloggen. Und dann sah ich die Audi Werbung.

„Automatisiert und digital gesteuert von einem nachhaltigen Ökosystem.“

Bitte was??? Ich weiß, schon unsere Omi wusste, dass nicht alles was in der Werbung gesagt wird auch stimmt. Jedenfalls hat sie niemals ihre Hände in Palmolive gebadet. Denke ich. Aber der Satz kann nur von einem Bot generiert worden sein. Ein Bot mit der Software „Bullshit Bingo 3.4“. Ich bitte Euch, der Satz ist so doof, da hab ich nicht mal Lust, den auseinander zu nehmen.

Es sind nur Prototypen, sie suchen noch die Ökosysteme, die bereit sind, so ein Ding digital zu steuern.

Auf der Online Seite der taz werden Menschen, die nicht Richter am Bundesgerichtshof sind, als blöd dargestellt. Darf man das auf der taz? Sind nicht alle Menschen gleich? Oder wer versteht diesen Satz nicht:

„Gottes eigentlicher Name, der geschmähte Schem Ha Mphoras, den die Juden vor den Christen fast unsagbar heilig hielten, starb in 6 Millionen Juden unter einem Kreuzeszeichen“

Das steht unter Sau, unter der Juden saugen in dieser Kirche irgendwo im Osten. Und welch Ekel die Moderatorin des WDR5 Morgenmagazins dabei empfindet, konnte man an ihrer Aussprache des Wortes „Sau“ genau hören. Als ob eine Sau was Schlimmes wäre. Säue sind intelligenter als Werbefuzzis von Audi. Sie wissen, was zusammengehört und dass ein Schweinestall kein nachhaltiges Ökosystem ist. (Merke, ein Schweinestall kann keinen Audi digital steuern.)

https://taz.de/Urteil-ueber-antisemitisches-Schandmal/!5858112/
https://www.suhrkamp.de/buch/ludwig-huber-das-rationale-tier-t-9783518587713

Der eigentliche Aufreger ist doch aber der Benzinrabatt Skandaaaaaaal. Dass gerade die, die viel Benzin verbrauchen durch das unnötig schnelle Fortbewegen von drei Tonnen Stahl und Regensensoren mit Ihren Penislängenkompensatoren der Marken Audi, Daimler, BMW und Porsche, weniger sparen als gewünscht, weil die Ölkonzerne vielleicht ein wenig mit verdienen wollen? Skandaaaaal, Seite 1 auf allen Zeitungen, in der Tagesschau direkt der Aufmacher, jeder Politiker hat sofort etwas dazu zu sagen und uns Roooobert schustert schnell ein Kartellzerschlagungsgesetz zusammen.

Ganz verbrämt weit unten und bisher habe ich es auch nur auf spiegel online gefunden:

Hartz 4 Familien erhalten gerade erste Bescheide wegen „ungerechtfertigter Bereicherung“ (das steht da wirklich, hat das Baden-Württembergische Ministerium bestätigt), sollte die Differenz zwischen „Schoko Ticket“ und dem 9 Euro Ticket nicht unverzüglich zurückerstattet werden. Also zurückerstattet an die ARGE. Und wer wusste es von Euch? Tja, ist halt kein Skandaaaaaal. Aber wirklich kaum auszuhalten.

So angry Chris

P.S. https://www.hartziv.org/news/20220612-hartz-iv-droht-rueckzahlung-wegen-des-9-euro-tickets/

P.P.S. Wenn man sich aufregen möchte, kein Problem. Stell ich grad fest. Zeitung lesen, oder einfach die Vorfahrt nehmen lassen und dann nicht bremsen.

P.P.P.S. „Chris?“
„Ja?“
„Warum ist ein Bild einer weiblichen Brust mit Sommersprossen auf meinem PC gespeichert?“
„Falsche Frage! ‚Warum hast Du das nicht direkt als Hintergrundbild eingestellt?‘ Das wäre die richtige Frage gewesen.“
„Pah, dafür hast Du doch Deinen Blog. Wann erscheint denn endlich die nächste Folge freckle of the day?“
„Demnächst. Jetzt bin ich erstmal beschäftigt.“
„Oh, schade.“

So oder so ähnlich lief das Gespräch ab, erinnere ich mich zumindest.

Ich hatte große Angst…

…dass unser Dorf kaputt ist. Ich lag gestern von zwölf bis eins auf der Dachterrasse und es war still. Gespenstisch still. Aber dann fing die Mittagsruhe an und gleichzeitig startete ein Mäher unten und ein Kantenschneider gegenüber und unter all dem Trubel ging der alte Trecker, der sich unter Ächzen und Stampfen den Berg heraufquälte fast unter. Und ich konnte endlich beruhigt meinen Mittagsschlaf beginnen.

Kurzes Update zu den Liegestützen: Bin jetzt bei vier mal fünfzehn pro Tag, noch auf der Stufe. Montag werde ich dann auf vier mal zehn auf dem Boden übergehen und wenn ich dann mal bei 20 pro Einheit angelangt bin, reicht´s auch. Jedenfalls bin ich wirklich überrascht, wie schnell man Erfolge dabei hat. Selbst meine Rückenschmerzen kann ich jetzt ganz anders wegmassieren und ich kann sogar Marmeladengläser aufschrauben, ohne blau anzulaufen. Also, wenn ich Gesundheitsminister wäre, so ein Dr. Karl Chrisserbach, dann wären Liegestütze für alle Bürger verpflichtend. Echt.

Ansonsten habe ich echt nix zu bloggen. Die beste aller Frauen liegt fast nackt drüben im Bett, ich sitze im letzten Haus am Wald auf einer Dachterrasse und arbeite, habe nicht die geringste Ahnung, was gerade auf twitter der Aufreger ist und muss nicht mal auf rp-online die schrecklichen Artikel über Fortuna lesen, denn das Abo habe ich auch gekündigt. Ich habe doch auf das 9 Euro Ticket verzichtet, weil ich es mir leisten kann und an der Tankstelle bezahlt die beste Frau der Welt. Fickt Euch, Ihr Energiekonzerne, selbst darüber kann ich mich nicht aufregen. Und wenn ich jetzt rüber ins Schlafzimmer gehe, und nicht ganz brav bin, kriege ich vielleicht sogar Fleisch zum Abendessen. Es gibt also wirklich keinen Grund, zu bloggen.

So long Chris

100 Liegestütze – 30 Tage lang Das Ergebnis hat mich selbst überrascht

Auf Spiegel online gibt es einen Artikel mit dem Titel:

100 Liegestütze – 30 Tage lang – Wie das meinen Körper veränderte – Das Ergebnis hat mich selbst überrascht.

Ja, auf Spiegel online gibt es so lange Titel, da muss ja auch das Clickbait rein, denn natürlich ist dieser Artikel hinter der Bezahlschranke. Aber das interessiert mich natürlich. Zumal der Autor der Bildunterschrift zufolge weder die Ernährung geändert habe (sehr gut) noch zusätzlich trainiert habe (perfekt). Also gelesen, gedacht, getan, bevor ich 22,50€ für ein Spiegel online Abo ausgebe, finde ich doch das Ergebnis selber heraus. 3000 Liegestütze in einem Monat sind ja wohl kein Problem.

Tag 1
Also schnell in die richtige Position gebracht, einmal tief einatmen und der erste geht erstaunlich gut, geht doch, beim zweiten knackst es an zwei verschiedenen Stellen, noch mal runter, die Schultern und die Oberschenkel (Oberschenkel? fucking hell!) machen zu, aber was ein richtiger Indianermann ist, kennt keinen Schmerz und hält durch und geschafft. Der Nacken wird steif. Gut erst mal Pause, Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut, aller Anfang ist schwer und die 97 restlichen kann ich auch nachher machen. Ich schleppe mich noch eben bis zur Bank und erstmal ein Kippchen. Ich muss dazu sagen, dass ich selbst, als ich eigentlich nur Sport trieb, im besten Alter, nie mehr als 40, 50 Liegestütze am Stück hingekriegt habe. Mein Oberkörper ist einfach wenig muskelaffin, dafür habe ich schon mit Frauen geschlafen, die kleinere Brüste als meine hatten. Zwei Stunden später war ich aber wieder fit, brachte mich in die richtige Position, eine Bulldogge krabbelt unter meinen Brustkorb und leckt mein Kinn ab, vor mir steht auf den Hinterbeinen ein Chihuahua und leckt mein Gesicht ab. Puh, Glück gehabt.

Tag 2
Die Schultern schmerzen ein wenig, aber jetzt fangen wir doch schon morgens richtig an. Um die Gelenke zu schonen, nehme ich die Treppe zur Dachterrasse, und pumpe. Vier Liegestütze, dann bemerke ich ein unangenehmes Ziehen im Ellenbogen. Um den Trainingserfolg nicht durch eine Schleimbeutelentzündung zu gefährden lege ich eine kurze Pause ein. Bis nachmittags. Aber jetzt, motiviert bis in die Bartspitzen, lege ich los. Nach weiteren vier Übungsdurchgängen bemerke ich neben den schmerzenden Schultern, den Nackenmuskeln, die die Aorta zum Gehirn mit all ihrer Kraft abdrücken erste Reaktionen meiner Oberarmmuskeln. Sie machen schlapp. Also heiß duschen mit Duschstrahleinstellung „massakriere alles“, eine Schmerztablette und einem gemütlichen Nickerchen auf der Liege. Der Sonnenuntergang war toll.

Tag 3
Tag 3 ist heute und begonnen habe ich ihn mit einer riesigen Ladung Kytta Schmerzgel auf Schultern und Nacken und alles was mir zu Liegestütze noch einfällt ist, dass ich einen blog Eintrag schreiben werde unter dem Titel:

11 Liegestütze in zwei Tagen – Wie das meinen Körper verändert hat – Das Ergebnis hat mich selbst überrascht ernüchtert.

So sitze ich hier, philosophiere darüber, dass man Gott danken muss, dass man auch in der Löffelchenstellung Sex haben kann, die Missionarsstellung meiner Meinung nach die am meisten überbewertete Sexpraktik überhaupt ist und ich meinen Medienkonsum erheblich einschränken muss, damit ich nicht noch mal auf solch blöde Ideen komme.

So long Chris

Freckle of the day 15

„Weißt Du, was fies ist?“ „Ja, an den Brüsten aufhängen und dann vergessen.“ „Ja, das auch, aber jetzt läuft das Wasser so schnell aus der Badewanne ab und ich friere.“ „Auch fies.“

Vor nun mehr 60 Jahren wurden die Gastarbeiter angeworben. Gute Idee an sich. Aber warum um alles in der Welt dachte der alte Erhard damals an türkische Männer und nicht an irische Frauen? Schwerer, historischer Fehler.

Kein türkischer Mann

So long Chris

Weißes Gold

„Luigi.“

Nein, nicht nur ein einfaches „Luigi“, sondern man stelle sich einen dunklen, schweren Raum vor, in dem hinter einem dunklen, schweren Schreibtisch auf einem dunklen, schweren Sessel ein dunkler, schwerer Pate sitzt, der mit dunkler, schwerer Al Pacino Stimme sagt:

„Luiiiigiiii!!! Habe ich nicht seit Jahrzehnten alles für Deine Familie getan?“
„Ja, Pate.“
„Und Luigi, ward Ihr nicht immer loyal zu mir?“
„Doch, natürlich, Pate.“
„Und Luigi, habt Ihr nicht immer getan, was ich von Euch verlangt habe?“
„Natürlich, Pate, immer.“
„Und ich war immer fair zu Euch?“
„Selbstverständlich, Pate.“
„Luigi, warum hast Du uns alle denn nun so enttäuscht?“
„Aber…“
„Schweig, es war so ein einfacher Job, ich bat Dich nur 500 Gramm des weißen Goldes zu beschaffen.“
„Ich habe…“
„Du Idiot, ich wollte kein Kokain, ich wollte Mehl! Lasst ihn verschwinden.“

Ich habe schon seit Jahren immer darauf hingewiesen, dass wir wegen der Bedrohung aus dem Osten eine wehrhafte Bundeswehr haben müssen, dass die 2% Regelung zu den Militärausgaben wirklich nötig sind, aber wie immer hat niemand auf mich gehört.

Das hätte ich jetzt echt gerne geschrieben, vor allem natürlich, weil ich gerne Recht habe. Aber ich konnte mir das wirklich nicht vorstellen. Ich habe auch wirklich geglaubt, Putin würde mit dem Truppenaufmarsch nur eine Drohkulisse aufbauen. Erst als sie drei Tage vor dem Angriff Feldlazarette an der Grenze errichteten, bemerkte ich meinen Irrtum. Zum Glück bin ich für nichts verantwortlich. Ich heiße ja weder Merkel noch Scholz. So sehr wir zum Schluss alle Merkel liebten, so sehr merken wir nun auch, was sie uns an maroder Infrastruktur und falschen Geschäftspartnern hinterlassen hat. Ob Scholz sich wirklich beworben hätte, wenn er Omikron und Russlandkrieg geahnt hätte? Ich hätte es nicht getan, dafür blüht der Mirabellenbaum hinter unserer Dachterrasse viel zu toll. Da leg ich mich hin:

So long Chris

Arschloch, genau

Wo Fulda sich und Werra küssen, kann man in die Weser pissen.

So, haben die das Qualitätsthema dieses blogs schon durch, besser wird es nicht mehr.

Wo Fulda sich und Werra küssen, kann man in die Weser pissen, oder, wenn man gerade auf der nahen A7 im Stau steht auch in einen Kaffeebecher. Genau, habe ich vorher noch nie gemacht, und ehrlich gesagt, habe ich auch nicht vor, das noch mal zu tun. Ist jetzt nicht wirklich eine saubere Sache. Genau.

Wann genau(!) fing das eigentlich an, dass jeder ständig „genau“ sagt? Dass man beginnt, Interviewfragen mit „Ja, genau“ zu beantworten? Und wenn man dann nicht mehr weiter weiß, die Antwort auch mit einem „genau!?!“ zu beenden? Auch wenn es um gendergerechte Sprache geht. Wobei weder Fragen noch Antworten zu Corona, Klima oder der Russlandkrise genau sind. Genau ist das Ergebnis einer mathematischen Formel. Oder halt nicht, z.B. wenn man nach dem Flächeninhalt eines Kreises fragt. Was ist nur aus dem schönen alten „Ja, also ähm“ geworden?

Da ich weder in stürmischer See ein Segelschiff bedienen kann (ehrlicherweise kann ich das nicht mal bei Flaute) und auch nicht wie ein Vogel fliegen kann, geschweige denn sterben möchte, habe ich beschlossen, einfach mit dem Auto dahin zu fahren, wo Du bist. Vielleicht kann Rod Stewart ja mal einen Welthit mit einem alten Golf Diesel schreiben.

Letztens hörte ich Zauberer von Herman van Veen und überlegte, was wohl Arschlöcher denken, wenn sie so ein Lied hören. Frau meinte, Arschlöcher denken nicht, das wäre ihr Trick. Trotzdem überlegte ich weiter, ob Arschlöcher vielleicht denken, sie wären gute Menschen, aber gar nicht merken, dass sie gemein und hinterfotzig sind? Oder das Arschlöcher vielleicht denken, gemein zu sein und hinterfotzig wäre eine gute Eigenschaft? Und dann fuhr ich nachts im strömenden Regen auf eine Nachtbaustelle zu, wo auf dem linken Fahrstreifen etwas zu reparieren war. Ein Held der Infrastruktur kniete nachts im strömenden Regen auf einer Autobahn, um zu retten, was 12 Jahre bayrische Bundesverkehrsminister nicht besser gemacht haben, danke Merkel für nichts. Seine Füße lagen direkt auf dem Spurstreifen, bewundernswert und grotesk zu gleich. Die Schilder zeigten 60 an, ich fuhr 65 und nahm den Standstreifen. Und genau auf Höhe des Bauarbeiters überholte mich ein Auto mit 100, keinen Meter von seinen Füßen entfernt. Klar, die Gischt machte ihn wahrscheinlich auch nicht nasser und es ging ja auch alles gut aus und ich dachte noch, was muss der es eilig haben. Nur 300 Meter hinter der Baustelle habe ich den Kollegen dann mit 130 locker überholt. Der hatte es gar nicht eilig, der war einfach nur ein empathieloses Arschloch. Und dann dachte ich mir, Arschlöcher habe also nur eine Krankheit des Hirnes. Dann ist ja alles gut. Das kriegen wir therapiert. Lasst uns damit anfangen. Schnell. Am besten im Kreml.

Herman van Veen auf der Plattform der Firma, die die Welt besser machen will. (Hihi)

So long Chris

P.S. Frau klugscheißt, es heißt „Wo Werra sich und Fulda küssen…“ Genau!